Geschichte

Vorgeschichte

Im Herbst 2004 hat Ralf Baumbach, Student der Kommunikationswissenschaften an der TU Berlin, die Idee eine Projektwerkstatt zum Thema Internetradio zu gründen.
Durch eine Projektwerkstatt bekommen Studenten der TU die Möglichkeit, ihr Studium selbst „in die Hand zu nehmen“, sprich sie wählen sich ihr Studienthema selber und werden dazu noch von der Universität in Form von Tutorenstellen unterstützt.
Die Idee findet Anklang bei Andreas Rotter und Robert Damrau, die von Ralf darauf angesprochen werden. Auch der neu eingestellte Professor des technischen Fachbereiches, Prof. Dr. Stefan Weinzierl , lässt sich für die Idee begeistern, er unterstützt in einem Schreiben an die Kommission für Lehre und Studium (LSK ) der TU die drei Studenten. Weiterhin wird eine Homepage (www.campusradio-online.tk, eine DNS die aus der Südsee kommt) und ein Email-Verteiler ( campusradio@tu-berlin.de) eingerichtet, bei dem sich Interessierte eintragen können, um aktuelle Informationen bezüglich der Entwicklung der PW zu erhalten. Auch werden bereits einige, wenn auch schlecht besuchte Treffen abgehalten, in denen einige Ideen gesammelt werden, deren Realisierung noch in weiter Ferne stehen.
Bald setzt sich die LSK mit den drei Studenten in Verbindung, es geht darum, Herrn Birkhölzer von der Idee zu überzeugen, ihm zu beweisen, dass das, was die Studenten sich da ausgedacht haben, nicht nur eine weitere leere Idee zum Thema „Radio an der Uni“ ist. Böse Erinnerungen werden bei Ihm wach, es existiere bereits eine PW zum Thema „Radio an der Uni“, von der jedoch wenig zu hören ist. Doch die studentische Überzeugungskraft ist erfolgreich, nach einem Gespräch mit einigen Vertretern der Kommission, wird u.a. beschlossen, den Antrag zur Bewilligung erst zum Sommersemester 2005 zu stellen, da das Wintersemester mittlerweile zu weit fortgeschritten ist. Das Konzept wird auf Rat der Kommission noch einmal überarbeitet und die Ziele für jedes der vier Semester konkretisiert, damit zur Abstimmungsversammlung der LSK am 1.3.2005 auch alles hieb und stichfest ist.

März-April-Mai-Juni-Juli 2005

Am ersten März stimmt die Komission für Lehre und Studium dem Antrag der Studenten Robert Damrau und Andreas Rotter zu, eine Projektwerkstatt mit dem Thema eines internetbasierten Radio aufzubauen. Dieser Projektwerkstatt werden zwei Tutorenstellen mit je 40 Arbeitsstunden im Monat zur Verfügung gestellt. Nach kurzer Überlegung entschließen sich Robert und Andreas, sich selbst für die Stellen zu bewerben. Allerdings besteht bei Robert nur die Möglichkeit, 20 der eigentlichen 40 Stunden Arbeit im Monat zu arbeiten. Es muss also noch eine dritte Person gefunden werden.

Das erste Treffen nach der Bewilligung findet am 11.04.05 im Café TELquel im Telefunkengebäude der TU Berlin statt. 10 Leute finden sich auf den Aufruf zum Treffen, unter ihnen auch Hanna Hofmann. Sie ist von der Idee des Radios recht angetan und erklärt sich sofort bereit, die dritte Stelle zu übernehmen. Daraufhin wird die Idee des Stellen-Splittings mit Prof. Weinzierl besprochen, der dafür sein OK gibt. Kurz darauf gibt Andreas seine Bewerbungsunterlagen im Sekretariat des technischen Bereichs ab und wird am 18. Mai der erste Tutor der PW Campusradio. Der Antrag für das Teilen einer Tutorenstelle muss allerdings noch durch den Personalrat der studentischen Beschäftigten. Nach einer Besprechung mit deren Vertretern mussten wir feststellen, dass das Teilen einer Stelle, noch dazu eine 40 h-Stelle in zwei 20 h-Stellen keine so gern gesehene Sache ist. Der Rat lehnt die Trennung ab, wir haben also nur noch eine Stelle zur Verfügung.
Robert entscheidet sich, von seinem Tutorenwunsch zurückzutreten und Hanna wird damit die zweite Campusradio-Tutorin. Mittlerweile ist es Juni 2005. Das lange Hin und Her mit dem Personalrat, und die mangelnde Umsetzung der Konzeptideen für das erste Semester haben dafür gesorgt, dass die anfängliche Teilnehmerzahl schon wieder schwer nachgelassen hat, einzig Viktor und Frederic aus dem Café TELquel zeigen noch Bereitschaft, etwas zu tun. Auf Rat der LSK wird eine Evaluation zur Verbreitung von Internetradio an der TU Berlin durchgeführt. Auch wenn die Idee bei Tutorin Hanna nicht auf große Begeisterung stößt, erklären sich Viktor und Frederic bereit, mit Umfragebögen den Campus zu stürmen. In einigen studentisch-betriebenen Cafés auf dem Campus werden auch Umfragebögen ausgelegt, doch verschwinden einige dieser, auch wahrscheinlich aus mangelnder Unterstützung der Betreiber (siehe SoziCafe im Franklin, Danke euch Quatschnasen) sehr bald wieder, ohne das sie wieder auftauchen. Die Umfrage läuft bis zum Ende der Vorlesungszeit, dank an der Stelle noch einmal an Viktor und Fred. Aufgrund der Aktivität für ihr Institut erhalten Robert und Andreas Zugang zum Elektronischen Studio der TU Berlin, in dem zu Beginn des Semesters ein Radionetzwerk, ähnlich dem des RBB, von studentischen Hilfskräften installiert wurde. Die vier Workstations, ein Server und die Software der Firma DAVID machen es möglich, den Radiobetrieb absolut realitätsnah zu gestalten. —> siehe Broadcaststudio . Andreas stiftet einen alten Computer (AMD 1GHz, 1 GB Ram), der mit einer neuen Festplatte wieder zum Leben erweckt wird. Er soll später als Streamingserver für das Campusradio dienen. Robert sichert eine neue Domain fürs Campusradio, die Seite kommt jetzt nicht mehr aus der Südsee, sondern aus Deutschland, genauer von Strato, die neue Adresse ist www.campusradio-online.de.

Doch erst einmal geht die Vorlesungszeit vorüber, die Tutoren müssen sich dem obligatorischen Klausurenstress stellen und sind dann bis Anfang August im notwendigen Urlaub.

August-September 2005

Anfang August gehen Robert und Andreas wieder ins Studio. Es werden erste Versuche für eine neue, informativere Homepage gestartet, das Problem soll allerdings noch bis ins neue Semester bestehen.

Gleichzeitig meldet sich die TAZ bei uns, sie plant einen Artikel über die studentische Radiolandschaft in Berlin und da die Pressestelle der TU bereits kräftig die Werbetrommel für die neue Projektwerkstatt gerührt hat, soll auch einer über das Campusradio erscheinen. Dem Termin mit dem Reporter folgt eine Fotosession. Am 6.8. erscheint die TAZ mit einem Artikel über Campusradio, in dem auch ein wenig die derzeitige Ungewissheit und Planlosigkeit der Tutoren herauskommt (was ja nicht grad aus der Luft gegriffen ist).

Anfang September weißt uns Alex in die Bedienung des DIGAS Datenbanksystem, incl. Multitracker, Aufnahme etc., so das zumindest die praktischen Fähigkeiten der Tutoren gegeben sind. Gleichzeitig bestreitet Tutorin Hanna ein Praktikum beim RBB, der zu diesem Zeitpunkt das selbe Content-Management-System verwendet.

Mitte September erreicht die Tutoren die Bitte vom betreuenden Professor Prof. Dr. Weinzierl, eine Vorführsendung für Sponsoren und Pressevertreter zu produzieren. Der Termin wird erst mal auf Ende Oktober angesetzt, verschiebt sich dann später aber noch um einen Monat. Ab diesem Zeitpunkt wird alle Energie in die Vorbereitung dieser Sendung gesteckt. Als Konzept für diese Sendung, die gerade einmal 15-20 min dauern soll, wird ein Zusammenschnitt von Trailern und zwei-drei Musikstücken beschlossen. In den einminütigen Trailern soll jeder Sendungsmacher sich und sein Sendungskonzept vorstellen, dazwischen soll eine Livemoderation die Trailer und Musiken ankündigen. Ziel soll vor allem sein, das ganze Broadcaststudio in Aktion zu zeigen, incl. Bandmaschine, Plattenspieler und DigasAIRange.

Ab diesen Tag läuft der fertig eingerichtete Streamingserver, Inhalt ist eine viertelstündige Schleife in der der Termin der Probesendung angekündigt wird sowie Informationen zum Campusradio bezüglich des kommenden Semesters gegeben werden. Weiterhin beinhaltet sie drei Musikstücke, die von Andreas in aller Schnelle erstellt wurden. Für das kommende Semester wird ein fester Termin für Redaktions-konferenzen festgelegt, ab Oktober sollen sich alle Interessierten jeden Mittwoch um 18:00 Uhr treffen.

Ende September, genau am 28.09., gibt es dann die erste Redaktionskonferenz, Thema ist natürlich die erste Sendung, es gibt auf Anhieb sechs Vorschläge für Sendungen = sechs Trailer für die erste Sendung, womit die fünfzehn Minuten ausgefüllt werden.

Oktober 2005

Das neue Semester beginnt, Robert und Andreas stecken in Prüfungsvorbereitungen und nebenbei soll noch die Organisation der ersten Sendung erfolgen, aber hoppla. Im Oktober gibt es pünktlich am ersten Mittwoch die erste Redaktionskonferenz. Fortsetzung folgt …